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Während die Immobilienpreise in Deutschlands Großstädten immer weiter steigen, fallen sie in New York so heftig wie seit der großen Krise nicht mehr. Die US-Metropole steht mit dieser Entwicklung global nicht allein da. In vielen Großstädten sinken die Preise - außer in der Eurozone.

In New York brechen die Immobilienpreise so stark ein wie seit Zeiten der großen Finanzkrise nicht mehr. Im vergangenen Quartal sei der Median-Preis für Wohnungen in Manhattan um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf Daten des Maklerunternehmens Core. Das ist der heftigste Rückgang seit 2009. Zum ersten Mal seit mehreren Jahren fiel der Median-Preis zudem unter die Marke von einer Million Dollar. Der Median ist der Wert zwischen den oberen und den unteren fünfzig Prozent. Er ist niedriger als ein Durchschnittswert.

Auch die Zahlen anderer New Yorker Makler zeigen einen drastischen Preisrückgang im dritten Quartal dieses Jahres. "Es sind weitere Zeichen, dass die Verkäufer kapitulieren", zitiert der Finanznachrichtendienst Bloomberg Jonathan Miller, Chef des Immobilienberaters Miller Samuel. Während die Zahl der Verkäufe den Zahlen der Makler zufolge deutlich gesunken ist, nimmt das Angebot vor allem an zum Verkauf stehenden Luxus-Wohnungen in der US-Metropole immer weiter zu. Laut Core waren die in den vergangenen drei Monaten verkauften Apartments im Durchschnitt 192 Tage auf dem Markt bevor sich, in der Regel für einen deutlichen Preisnachlass, ein Käufer fand.

Als einen Grund für den Einbruch nennen die Makler eine Steuer für Wohnungsverkäufe für mehr als eine Million Dollar. Doch der Preisrückgang hat lange davor begonnen. Bereits im vergangenen Jahr waren die Immobilienpreise in New York gesunken. Einem Bericht der "New York Times" zufolge wurden die Immobilienentwickler ein Viertel der von ihnen in den vergangen fünf Jahren gebauten Eigentumswohnungen bis heute nicht los. Der Markt sei schlicht übersättigt. Zudem übten viele Investoren aus Angst vor einer möglichen Rezession in den USA Zurückhaltung.

München am stärksten überhitzt

Der Preissturz in New York ist zwar besonders heftig, auf dem globalen Immobilienmarkt aber keine Ausnahme. Einer Untersuchung der Schweizer Großbank UBS zufolge sinken die Preise in zahlreichen Metropolen von San Francisco über Stockholm bis London. Den heftigsten Einbruch erlebte Sydney. Hauptsächlich im Euroraum und da vor allem in Deutschland kommt es allerdings weiterhin zu deutlichen Steigerungen. Das, so die UBS-Experten, liege vor allem an den extrem niedrigen Zinsen in der Eurozone. Weltweit gesehen sei die Preisentwicklung in den vergangenen zwölf Monaten zu einem Stillstand gekommen.

Den mit Abstand heftigsten Anstieg unter den zwei Dutzend untersuchten globalen Metropolen gab es in den vergangenen 24 Monaten in Frankfurt. Den weltweit am stärksten überhitzten Immobilienmarkt hat demzufolge München. Nirgendwo sonst sind die Hauspreise im Verhältnis zu den verfügbaren Einkommen der Bewohner so hoch wie in der bayerischen Hauptstadt.

Immobilien in den Metropolen seien kein Garant mehr für Wertsteigerungen, schreiben die UBS-Experten. Denn die Hauspreise hätten sich vielerorts in den vergangenen Jahren von der Entwicklung der Einkommen gelöst. Das erhöhe das Risiko sinkender Preise. Zumal auch angesichts der explodierenden Wohnkosten in vielen Städten politische Eingriffe in den Immobilienmarkt wahrscheinlicher geworden seien.

Quelle: NTV

 

 

 

 

Goldstandard

Von TYLER DURDEN | 20. Oktober 2019

Es sind nicht nur die Blogs von »Verschwörungstheoretikern«, die seit 11 Jahren davor warnen, dass ein währungspolitischer Neustart unvermeidlich ist und es nur eine einzige praktikable Rückfalloption gibt, sobald das Vertrauen an Fiatgeld verloren gegangen ist. Mark Carney hat es kürzlich angedeutet – die einzige Lösung sei ein Goldstandard. Jetzt stimmen auch die Zentralbanken in den Chor der Untergangspropheten ein.


Ein von der niederländischen Zentralbank De Nederlandsche Bank (DNB) veröffentlichter Artikel hat viele Leser mit der folgenden Behauptung schockiert: »Wenn das System zusammenbricht, können die Goldvorräte als Grundlage für einen Neuaufbau dienen. Gold stärkt das Vertrauen in die Solidität der Zentralbankbilanz und erzeugt ein Gefühl von Sicherheit.«

 

Düstere Prophezeiungen eines bevorstehenden Finanzcrashs sind keineswegs neu. Generell finden diese Berichte jedoch wenig Aufmerksamkeit im Mainstreamdiskurs. Wie Mario Draghi in den letzten Jahren bereits mehrfach darauf hingewiesen hat, reicht die reine Darstellung eines »Weltuntergangsszenarios« bereits aus, dass genau die Prophezeiung eintritt, vor der einst gewarnt wurde.


Daher ist es mehr als nur erstaunlich, wenn sich Mainstream-Finanzinstitute über die Vorzüge von Währungsgrundlagen äußern, die kein Fiatgeld sind und deren Ressourcen ohnehin knapp sind. Heuchlerisch sind auch die widersprüchlichen Methoden der Zentralbanken und Institutionen, die regelmäßig auf der ganzen Welt praktiziert werden. Schließlich veröffentlichte der IMF erst vor wenigen Monaten ein Dokument, in dem der in den 1870er Jahren eingeführte Goldstandard in Deutschland angeprangert und als Auslöser für Instabilität im globalen Währungssystem bezeichnet wurde.


Heute hingegen räumt die niederländische Zentralbank ein, dass Gold das Währungssystem nicht destabilisiert hätte und die einzige Rettung sein würde, wenn alles zusammenbricht. In dem Artikel mit dem Titel DNB’s Gold Stock heißt es:


»Ein Goldbarren behält seinen Wert auch in Krisenzeiten. Damit ist er das Gegenteil von ›Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren‹, die allesamt mit Risiken verbunden sind, und deren Preise verfallen können.«


Laut neuesten Daten des IMF besitzt die DNB 615 Tonnen (15000 Barren) Gold, das in Amsterdam gelagert wird. Andere Depots befinden sich in Großbritannien und Nordamerika. Der Wert dieser Goldreserven liegt bei über 6 Milliarden Euro (6,62 Milliarden Dollar). Im Artikel wird kurz erläutert, warum Gold als »Vertrauensanker« für die Weltwirtschaft so wichtig ist: »Gold ist … der Vertrauensanker für das Finanzsystem. Wenn das gesamte System zusammenbricht, bieten Goldvorräte die nötige Deckung für den Neuanfang. Gold gibt Vertrauen in die Macht der Bilanz der Zentralbank.«


Warum wird plötzlich etwas zugegeben, was Finanzexperten schon seit Jahren ankündigen? Vielleicht ist es darauf zurückzuführen, dass die Bank am 7. Oktober verkündet hat, bald einen großen Teil ihrer Goldreserven in »das neue DNB Cash Center auf das Militärgelände in Zeist« zu verlegen. Bereiten sich die Niederlande etwa auf den großen Crash vor? Dies würde zumindest erklären, warum die wertvollsten Güter in eine militärische Anlage verlagert werden sollen.


Bitcoin.com bringt es mit einer gewissen Ironie auf den Punkt: »Für die DNB ist das keynesianische, inflationäre Spiel des globalen Währungssystems nichts Neues. Ein System, das einem Schneeballsystem gleicht, welches sich mehr auf Gewalt und blinden Glauben stützt, als auf ein solides ökonomisches Prinzip. Ungeachtet dessen kennen die zentralisierten Finanzkräfte der Welt die tatsächliche Situation, weshalb harte Vermögenswerte wie Gold gehortet und gebunkert werden. Einzelne Bewohner dieser geopolitischen Jurisdiktionen werden wiederum jeden Tag ermutigt, unaufhörlich Geld auszugeben und sich weiter zu verschulden, um letztlich unsolide Volkswirtschaften zu stützen«.


Es ist kein Zufall, dass die niederländische Zentralbank bei der Vorbereitung auf den finanziellen Zusammenbruch auch gegen Kryptowährungen und Krypto-Wallets vorgehen will. Ihre Erklärung lautet: »Unternehmen, die Umtauschdienste zwischen Kryptowährungen und normalem Geld anbieten, sowie Krypto-Wallet-Anbieter, müssen sich bei De Nederlandsche Bank registrieren.«


Während der Drang nach KYC/AML-Transparenz weltweit immer mehr zunimmt, werden Billionensummen in Offshore-»Steuerparadiesen« gelagert. Bemerkenswert an diesem Angriff auf Krypto-Geld – das vielfach als eine moderne, effizientere Form von Gold betrachtet wird – ist aber die Tatsache, dass Regulierungen und Restriktionen der Zentralbanken als Mittel zur Einlagerung kostbarer Vermögenswerte anerkannt werden. In diesem Fall betrifft dies nicht die Goldbarren, sondern Bitcoin und andere Kryptowährungen.


Dass uns eine »große Währungsreform« bevorsteht, darauf deuten auch andere Zentralbanken diskret hin. Die massive Rückführung physischen Goldes von der New York Fed an verschiedene Zentralbanken europäischer Länder – wie Deutschland und Österreich – spricht hierbei für sich.


Wir sind zuversichtlich, dass die Treuhänder des derzeitigen Establishments – wie etwa andere Zentralbanken und der IMF – freundlich genug sein werden, ihren Bürgern rechtzeitig ans Herz zu legen, ihr Fiatgeld in harte Vermögenswerte wie Gold umzutauschen. Es wäre jedoch nicht das erste Mal, wenn sie es nicht tun.


Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen.

EZB : Eine Notenbank im Streitmodus

von Christian Siedenbiedel

So viel Dissens gab es im Rat der Europäischen Zentralbank noch nie. Der scheidende Präsident Draghi hat das bewusst in Kauf genommen – und hinterlässt seiner Nachfolgerin Lagarde ein schweres Erbe.


Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat am Freitag noch einmal nachgelegt. Dass der Zins, den Banken für ihre Einlagen bei der Notenbank zahlen müssten, auf minus 0,5 Prozent gesenkt wurde, finde seine Zustimmung, sagte er am Freitag bei einer Veranstaltung in Stuttgart. „Angesichts des verschlechterten Inflationsausblicks hielt ich den Zinsschritt für angemessen.“ Der EZB-Rat habe aber ein Paket an Maßnahmen beschlossen, das er „in seiner Gesamtheit als zu weitgehend“ empfinde. „Dabei sehe ich vor allem die Wiederaufnahme der Nettokäufe von Wertpapieren kritisch, die auch die Zinsen für langfristige Anleihen noch weiter in den negativen Bereich drücken sollen."


Ein weiteres Glied in einer ganzen Kette von Äußerungen aus dem EZB-Rat, dem obersten Gremium der Notenbank, die zeigt: Es gibt in dieser Runde einen tiefen Dissens. EZB-Präsident Mario Draghi hat ihn bei der jüngsten Entscheidung am 12. September, womöglich der letzten in seiner Karriere, bewusst in Kauf genommen. Lange war es üblich, in der EZB Entscheidungen weitgehend im Konsens zu treffen.


Warum hat Draghi, der zum 31. Oktober das Amt als EZB-Präsident abgibt, die Notenbank jetzt zu guter Letzt noch in einen so tiefen Konflikt gesteuert? Warum hat er mit aller Macht Anleihekäufe durchgesetzt, die am 1. November beginnen und damit seine Nachfolgerin Christine Lagarde „an den Mast binden wie einst Odysseus vor der Fahrt zu den Sirenen“, wie Draghis Kritiker in der Notenbank sagen? Odysseus hatte sich, wie Homer in der Odyssee schreibt, an den Mast seines Schiffes fesseln lassen, um den Gesang der Sirenen zwar zu hören, aber nicht darauf reagieren zu können – ein Gleichnis für institutionalisierte Ohnmächtigkeit.


Licht darauf, wie zerstritten der EZB-Rat mittlerweile ist, warf zuletzt der Rücktritt von Direktoriumsmitglied Sabine Lautenschläger. Für solche Entscheidungen gibt es immer unterschiedliche Gründe. Die EZB-Entscheidung für neue Anleihekäufe, die Lautenschläger zuvor öffentlich abgelehnt hatte, soll aber doch zumindest das auslösende Moment gewesen sein. Immerhin ein halbes Dutzend Ratsmitglieder hatte sich vorher öffentlich gegen Anleihekäufe ausgesprochen. Am Ende sollen 10 von 25 Mitgliedern dagegen gewesen sein. Darunter neben Weidmann (Deutschland), Klaas Knot (Niederlande) und Robert Holzmann (Österreich) auch François Villeroy de Galhau (Frankreich) und das sehr fachkundige und Präsident Draghi in der Vergangenheit eigentlich eher treue französische Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré. Auch nachdem die Entscheidung gefällt war, gab es keine Ruhe: Knot schickte in einem außergewöhnlichen Schritt nach der Entscheidung eine Pressemitteilung raus, in der er seinen Dissens zu Protokoll gab. Weidmann erklärte im Interview mit der „Bild“-Zeitung, die EZB sei „über das Ziel hinausgeschossen“.                          Quelle: Frankfurter Allgemeine

                       Die Europäische Union am Rande ihres Endes


                                             Willy Wimmer, CDU, zur Personalie von der Leyen

die furcht der eu vor einem eigenständigen und erfolgreichen königreich

Die Angst der EU, Grossbritannien könnte vom Austritt profitieren indem es nach dem Austritt wirtschaftlich besser dasteht als noch als Mitglied, ist sehr groß. Denn andere Länder könnten dem Beispiel folgen und wieder zu ihrer Souveränität zurückfinden.


Für den Erfolg stehen England viele Türen offen, als da wäre beispielsweise eine rigorose Steuererentlastung für Unternehmen und Bürger, sowie eine Deregulierung des Marktes oder Freihandelsabkommen mit Ländern die nicht der EU angehören, wie den USA und anderen. Theresa May kündigte bereits an, das Vereinigte Königreich zu einem Steuerparadies zu machen.


Die Anstrengungen der EU, Grossbritannien in der EU zu halten, sind offensichtlich vergebens. Die BREXIT Partei von Nigel Farage überholt etablierte Parteien deutlich. Der Austrittstermin ist nun für den 31. Oktober 2019 angesetzt.

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